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Als Vater und Tochter das Gold sahen, packte sie die Gier. Das Burgfräulein versprach ihm die Ehe, wenn er ihr noch einmal so viel Gold brachte.
Und so wanderte der Knappe ein zweites Mal in die Berge. Doch diesmal hatte er kein Glück. So sehr er auch suchte, alles Gold war versiegt. Eines Abends saß er verzweifelt in einer alten Köhlerhütte, als plötzlich ein kleines Männlein vor ihm stand.
„Weshalb bist du so traurig?“ fragte es. Der junge Mann schilderte ihm sein Leid. Nun, ich kann dir helfen. Wenn du in drei Monaten meinen Namen erraten und mir ein Rätsel aufgegeben hast, das ich nicht lösen kann, mache ich dich reich. Hast du es bis dahin nicht geschafft, dann gehörst du mir und musst mir ewig dienen.“
Der Knappe erschrak zuerst, doch schließlich willigte er ein. Er unterschrieb den Vertrag mit seinem Blut und das Männlein verschwand. Überall im Land suchte er nach dem Namen des Männleins und nach dem Rätsel. Doch er hatte kein Glück. Jetzt sind die drei Monate beinahe vergangen und er sucht noch immer verzweifelt nach einem Ausweg.
Vergangene Nacht hatte die Seherin der Hadachfrauen endlich den rettenden Traum. Nur große und kleine Kinder können dem Knappen noch helfen. Sie sollen in den Zauberwald gehen und ...
... weiter geht es in den Märchenwelten Wolfsberg von
20. - 22.6.2008
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Die Hollendirnen
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Einst blieben die Mägde auf der Sojal-Alm den Sommer über zu Hause, da es für ihre Rechen auf dieser Alm nichts zu tun gab. Was tagsüber unter den scharfen Sensen der Mähder niederfiel, wurde nachts von unbekannten Händen so sauber zusammengerecht, dass die Mägde des Dorfes nur mit Neid an die geheimnisvollen, flinken Arbeiterinnen dachten.
In einer mondhellen Nacht beschloss ein Mähder die Helferinnen zu beobachten. Heimlich legte er sich auf die Lauer und da sah er, wie sich der Berg öffnete und wunderschöne Jungfrauen hervor kamen.
Ihre Gewänder waren weiß und flimmern, ihr Haar, das in der ganzen Länge herabwallte, war blond und sie selbst waren so schön, dass er seinen Blick nicht abwenden konnte.
Die holden Frauen rechten und schafften und als sie mit der Arbeit fertig waren, kehrten sie zufrieden darüber, dass sie dem armen Bauern helfen hatten können, in den Berg zurück.
Eines Tages blieb eine der Jungfrauen auf der Alpe zurück. Sie legte sich in einer unbewohnten Hütte aufs Heu und schlief ein. Am Morgen kamen die Mähder zu der Hütte, um ihre Sensen zu dengeln.
weiter
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